Unterwegs sein - Horizonte erweitern0
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Unsere Womo´s

 

 

 

  

auto-0746.gif von 123gif.de

"Lotte"

Unser gemeinsamer Neuanfang, ein VW Bus von dem leider kein Foto mehr existiert.

Lotte hat uns überall fast ohne Zicken hingebracht, uns nur einmal einen Herzstillstand verursacht, als (da konnte sie nun wirklich nix dafür!) sich die Bremsen bei der bergabstrecke auf der Großglocknerhochalpenstraße bis zum Anschlag durchtreten ließen!

Ansonsten haben wir mit ihr wunderschöne Zeiten auch auf kleinstem Raum erlebt.

Lotte hat uns bevorzugt auf unsere Lieblingsinsel -Römö- gebracht, da wir zu diesem Zeitpunkt

noch echte Holsteiner waren...

Mit eigenem Betrieb und allem, was so dazugehört (dachten wir!),

Sonnenuntergänge an der Westküste in Dänemark, DJ Bobo, Pur, Brian Adams (sorry-aber ich steh dazu!), alles das verbindet uns mit Lotte.

 

 

Moppel 1

Ein MB 608 (geboren in den 70er Jahren) mit Wohnwagen huckepack und Hörnern - ein echtes Unikat!

Gehörte zur Familie von 2000-2002

       

 

Moppel stand traurig und einsam auf einem Hof bei Alt Duvenstedt, bis wir ihn adoptierten. Er gehörte einem alten Herren, der viele Tränen vergossen hat, als wir ihn abholten. Von innen echt "Gelsenkirchener Barock" , wurde dann aber von innen "gepimpt". Von aussen haben wir dann unserer kreativen Ader freien Lauf gelassen -der Werner mit seiner Ische ist von Reiner. Hat uns viele potentielle Kunden auf einsamen Parkplätzen beschert, die bei der Feststellung, daß ein Mann auf dem Vordersitz sitzt , die Flucht ergriffen haben.......

Die Airbrush Verzierung ist von mir, leider habe ich dieses wirklich tolle Hobby nie vertieft.

Auf jeden Fall war der Dicke ein echter Hingucker, der uns auch bevorzugt nach Römö und nach Rovinj/ Kroatien  gebracht hat. Immer der Erste in der Schlange durch die Berge - prima,  wir hatten immer freie Sicht, im Gegensatz zu den Nachfolgenden, die leider in einer Abgaswolke die bergaufstrecken erdulden mußten.

 Lustige Erlebnisse mit den Kids, damals noch klein -"Mama, was wackelt da so?" (wer mit Kids unterwegs war kennt solche Augenblicke mit Herzstillstandsfaktor) und eben dieses Gefühl, daß unterwegs sein eben sein muß.  

 

 

 

      

Rundsitzecke bzw. Bett  - wackelt manchmal!

 

Kombüse, Hubbett vorne, wollte nie jemand schlafen (wg. verm. Herdentrieb...)

 

Doppelstockbett für Verhütungsmittel -auch Kids genannt) sonst Eßzimmer.

 

 

 

 

Moppel 2

Ein Frankia 740, zugelassen 1986, mit  Fiat Ducato 2,5 Unterbau, Alko Chassis und Tandemachse, sowie automatischer Beregnungsanlage (zeitweise).

Sage und schreibe 75 PS, aber an die Staubildung bei bergauffahrten und das freundliche winken der überholenden waren wir ja gewohnt.

 

 

 

Mit Moppel 2 verbindet uns so viel. Natürlich -als Dänemark Junkies- Römö mit Wind und Wellen und kiten, die Lust immer mehr unterwegs zu sein, Kunsthandwerkermärkte, unser "Ausstieg aus dem normalen Leben", mit Neuanfang in Holland, Heimweh nach Schleswig-Holstein und den Kids, Rückkehr nach Schleswig-Holstein mit dem Gedanken, daß Selbständigkeit das einzig Wahre ist und die Rückkehr nach Holland (kuriert) wo wir nun für immer bleiben möchten.

Aufenthalte im Ausland auf Werkstatthöfen - fand er toll, im Gegensatz zu uns.Beim Starten wollte er sanft geschaukelt werden, was immer wieder zu freundlichen Gesichtern ( Schadenfreude?) auf Wohnmobilstellplätzen geführt hat.

Er gab uns die Gelegenheit, den langsamsten Mechaniker Spaniens kennenzulernen, ebenso wie die Erkenntnis, daß in Lyon weder Englisch noch Deutsch gesprochen wird.

  Als wir ihn weggeben mussten, weil er einfach zu viele Wehwechen hatte, habe ich Rotz und Wasser geheult

 

 

Aber ich habe in dieser Zeit gelernt:

Ich brauche nur das zu tun, was ich will, und nicht, was die anderen von mir erwarten. In der Gemeinschaft ist es leicht, nach fremden Vorstellungen zu leben. In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben - aber bewundernswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt.

Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882) 

 

 

                                                  

 

Moppel 3

Nach einer kurzen "Durststrecke" auf dem Trockenen -sprich ohne Womo, weil wir mal wieder neu begonnen haben- kam Moppel 3 zu uns. Einsam und unbeachtet stand der Kleine auf dem Hof eines Betriebes.

Er sollte das erste Wohnmobil unseres neuen Lebens im Ausland sein. Im Vergleich zu seinem 8m langen Vorgänger fehlte ihm das komplette "Schlafzimmer". Das bedeutete Betten bauen in der Rundsitzecke hinten oder aber schlafen im Alkoven, was der "Gemütlichkeit" doch sehr abträglich war.

Wir sind eigentlich begeisterte "im Wohnmobil vorne Sitzer", von da hat man nun mal die beste Aussicht oder kann dort stundenlang über Gott und die Welt philosophieren. Da Moppelchen aber nun mal keine Drehsitze hatte und man sich in einer mehr oder weniger sportlich anmutenden Aktion durch den kleinen Durchgang (so ähnlich muß man sich im U-Boot fühlen) zwängen mußte, ist er nicht lange bei uns geblieben.

Zwar haben wir fast überall, wo wir auftauchten, lächelnde Gesichter gesehen (Moment mal - die haben uns doch wohl nicht ausgelacht?!) aber er wurde dann bald ausgetauscht. Er war auch das erste Womo, zu dem ich überhaupt keine Beziehung aufgebaut habe, darum fiel der Abschied nicht schwer. Wartete doch schon der "Neue".

Moppel 4
Er heißt auch Moppel, und der einzige Nachteil bei Ihm ist, daß man "morgens beim Kaffeetrinken im Bett nicht aus dem Fenster gucken kann , wg. Hubbett vorne. Dieses Wochenende hat er seinen ersten Wintereinsatz gehabt und Ihn gut bestanden, wenn man mal davon absieht, daß die Wasserleitung eingefroren war....Aber da konnte er nichts dafür, wenn das Gas - natürlich wie immer des nachts- alle war und man es erst morgens merkt......

So bleibt ein Womo im Winter, zumindest mit einem "Oudje" (womit ich mich eindeutig auf das Womo beziehe!!!!!!), doch immer noch was für echte "Hardcore-Wohnmobilisten". Viele schöne Touren folgten, u. a. unsere Bodenseetour mit überraschendem Ausgang....

Moppel 4 ist bis Sommer 2011 bei uns geblieben.....dann haben wir uns verliebt.....gerade alles neu gemacht, neue Vorhänge, Polster, Kupplung und und und...dann kam sie:

 

"La grande Dame"

hört auf den Namen "Charlotte"

 

 Hier bei der Ankunft in ihrer neuen Heimat......schon spannend, hatte noch das eine oder andere Wehwehchen.....aber da sollten wir erst etwas später drauf kommen.

Okay, die Abenteuerverdrahtung der Stromkabel mit noch echten Keramiksicherungen passen wohl stilmäßig zu einem Oldtimer, aber erwiesen sich als nicht zeitgemäß....

Das der Herd und die Heizung nicht funktionierten und die Gasleitungen so alt wie Charlotte waren....., das Duschklo noch umgebaut werden mußte........

Aber dafür endlich wieder ein Womo mit Character........mit denm unverwechselbaren Gefühl, der direkte Draht war da.....

....ausserdem sind wir ja auch schon älter, da paßt Charlotte perfekt dazu.

Das Wort Reisemobil...kein Rasemobil...nimmt sie wörtlich.......80 km/h auf der Autobahn (naja -bergab mit Rückenwind dann auch mal 90 km/h). Die Brummifahrer werden durch uns gezwungen, Überholverbotsschilder zu mißachten.....

 Mittlerweile haben wir sie von aussen noch aufgehübscht.

Meine Idee......als Nordlicht .....nun denn,  was paßt besser zu so einer imposanten Erscheinung als der Name

"Mein Schiff"

Da ein Schiff Wasser braucht, stehen wir hier an der Maas, nach unserem "Weekendje uit"  in Valkenburg.

Bericht hiervon ist im Moment noch ausgelagert....und zwar

klickst Du hier

 

Die abenteuerliche Geschichte eines 2-monatigen Umbaus könnt ihr hier nachlesen:

http://weite-horizonte.blogspot.com

 

natürlich darf auch hier ein Sinnspruch nicht fehlen:

 

Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden. Epiktet